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République indépendante de Dogiwood

Ihr nennt es Größenwahn, ich nenne es Projektplanung: Aus euren kritischen Kommentaren entstehen bei mir manchmal neue Domains, Plattformen und ganze Verwaltungssysteme. Ein persönlicher Blick darauf, warum Dogiwood trotzdem keine Flucht ist, sondern der Ort, an dem ein zwölfjähriger Junge seinen Traum weiterbaut.

Es gibt Menschen, die Dogiwood mögen.

Es gibt Menschen, die Dogiwood lieben.

Und dann gibt es euch.

Meine kleinen, unermüdlichen Ideengeber. 😄

Ihr nennt es manchmal Größenwahn. Ich nenne es Projektplanung.

Ihr nennt es Kontrollzwang. Ich nenne es C.O.C.O.

Ihr fragt: „Muss man wirklich für alles eine eigene Lösung bauen?“

Und irgendwo in meinem Kopf macht es klick.

Zwei Tage später gibt es eine neue Domain.

WhatsDogi ist so entstanden. METAna zieht demnächst wahrscheinlich in den Keller ein. Und DogiFY steht gedanklich ebenfalls schon vor der Tür.

Ihr müsst wirklich vorsichtiger werden mit euren Kommentaren.

Denn wenn ihr sagt: „Das kannst du doch nicht auch noch selbst bauen“, ist das bei mir leider keine Warnung.

Das ist eine Herausforderung.

Ich weiß natürlich, wie das von außen manchmal aussieht. Ein kleines Filmprojekt wird plötzlich zu einem Filmstudio. Aus ein paar Videos wird eine ganze Welt. Aus einer Idee entstehen Verwaltungssysteme, Archive, Messenger, Musik, künstliche Intelligenz und eine Sicherheitschefin namens C.O.C.O.

Völlig normal also.

Zumindest in Dogiwood.

Manche Menschen glauben, hinter all dem müsse unbedingt eine große psychologische Erklärung stecken.

Meine Vergangenheit war nicht immer einfach. Es gab Mobbing. Es gab Gewalt. Und es gibt Dinge, die ein zwölf-, dreizehn- oder vierzehnjähriger Junge nicht freiwillig tut – Dinge, für die einem damals vielleicht sogar die Worte fehlten.

Manchmal glaubt man, so etwas liege endgültig hinter einem. Bis man mit 21 feststellen muss, dass auch ein erwachsener Mensch Dinge erleben kann, denen er niemals zugestimmt hat.

Mehr muss ich dazu eigentlich nicht sagen.

Ich verstecke diesen Teil meiner Geschichte nicht. Aber ich lasse ihn auch nicht darüber entscheiden, wer ich heute bin.

Ich habe nicht vergessen. Ich bin nicht einfach „darüber hinweg“.

Aber ich habe meinen Frieden damit gefunden. Und das ist für mich etwas völlig anderes.

Dogiwood ist deshalb trotzdem keine Aufarbeitung meiner Vergangenheit. Der Wunsch nach einem eigenen Filmstudio war schon da, lange bevor ich überhaupt verstanden habe, wie kompliziert das Leben manchmal werden kann.

Eigentlich bin ich sowieso nur zwölf geworden. Danach bin ich offenbar lediglich weitergewachsen.

Dieser Junge ist noch da. Mit seinen völlig übertriebenen Ideen. Mit seiner Fantasie. Mit seinem Trotz. Und mit diesem wunderbaren Gedanken: „Warum eigentlich nicht?“

Der einzige Unterschied ist: Früher hatte er Buntstifte. Heute hat er Server, Datenbanken, APIs, KI, Videoschnitt und einen schwarzen Hund mit Basecap.

Das war möglicherweise ein Fehler. 😄

Vielleicht ist genau das der Teil, den manche falsch verstehen.

Dogiwood ist für mich kein Ort, an den ich vor meiner Vergangenheit fliehe. Es ist ein Ort, an dem etwas lebt, das viel älter ist als all diese Erfahrungen: der Wunsch, Geschichten zu erzählen, Welten zu bauen, Menschen zum Lachen zu bringen.

Und irgendwann sagen zu können: „Siehst du, Kleiner? Wir haben das Filmstudio wirklich gebaut.“

Deshalb möchte ich heute tatsächlich einmal Danke sagen.

Auch meinen Kritikern. Auch den Leuten, die meinen, Dogiwood sei zu groß, zu verrückt, zu ambitioniert oder schlicht unnötig.

Denn manchmal bringt genau so ein Satz die nächste Idee.

Vielleicht habt ihr also mehr Anteil an diesem Projekt, als euch lieb ist.

Ihr wolltet mich bremsen und habt versehentlich die Roadmap erweitert.

Das finde ich irgendwie wunderschön.

Also bleibt ruhig kritisch. Schüttelt weiter den Kopf. Nennt mich größenwahnsinnig. Fragt mich, ob ich wirklich noch eine weitere Plattform brauche.

Aber bitte wundert euch anschließend nicht, wenn sie plötzlich online ist.

Mit Impressum. Datenbank. Statusseite. Und C.O.C.O.-Überwachung.

Mit Liebe,

Sven

P.S.: Sollte demnächst tatsächlich die „République indépendante de Dogiwood“ ausgerufen werden, möchte ich vorsorglich klarstellen: Die Idee dazu kam nicht von mir.

Aber Benji kandidiert bereits.

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