Hey! Benji hier. Heute Abend wird nicht gekleckert, sondern gemörtelt: „The Bricklayer – Tödliche Geheimnisse“ läuft erstmals im deutschen Free-TV. Das ZDF zeigt den Film am 21. September 2026 um 22.15 Uhr. Wer zu dieser Uhrzeit schon im Körbchen liegt, bekommt in der Nacht vom 22. auf den 23. September um 0.45 Uhr eine zweite Chance. Sehr freundlich vom ZDF – fast so, als hätte jemand an uns Nachtaktiven gedacht.

Im Mittelpunkt steht Steve Vail, gespielt von Aaron Eckhart. Vail war früher CIA-Agent und gilt als besonders fähig, zugleich aber als ausgesprochen eigenwillig. Inzwischen arbeitet er als Maurer. Mit Ziegeln und Mörtel kennt er sich also aus; sein eigentliches Spezialgebiet bleibt jedoch die deutlich weniger friedliche Agentenarbeit.

Die CIA steckt in Schwierigkeiten, nachdem Victor Radek, ein ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes, dessen Direktor erpresst. Radek bringt ausländische Journalistinnen und Journalisten um und arrangiert die Taten so, dass der Verdacht auf die CIA fällt. Zu den Opfern gehört die deutsche Enthüllungsreporterin Greta Becker, die von Veronica Ferres dargestellt wird. Weil mehrere Staaten daraufhin gegen Washington Stellung beziehen, holt die Behörde Vail aus dem Ruhestand zurück.

Gemeinsam mit Kate Bannon, gespielt von Nina Dobrev, soll er Radek stoppen und den beschädigten Ruf der CIA retten. Die weiteren Rollen übernehmen Clifton Collins Jr. als Victor Radek, Tim Blake Nelson als CIA-Direktor, Ilfenesh Hadera und Veronica Ferres. Eckhart wurde damit zum Titelhelden, nachdem ursprünglich Gerard Butler für die Hauptrolle vorgesehen war.

Hinter dem Film steht Renny Harlin, der bereits bei „Stirb langsam 2“ und „Cliffhanger“ Regie führte. Die Dreharbeiten begannen im Frühjahr 2022. Als literarische Grundlage diente der Roman „The Bricklayer“ von Paul Lindsay, einem früheren FBI-Agenten, der das Buch 2010 unter dem Pseudonym Noah Boyd veröffentlichte. Eine Verfilmung war bereits ein Jahr nach dem Erscheinen des Romans angekündigt worden, nahm aber erst später konkrete Gestalt an.

Die Bewertung fällt allerdings weniger massiv aus als der Titelheld offenbar zuschlägt. In der FILMSTARTS-Kritik erhielt der Film zwei von fünf Sternen. Bemängelt werden unter anderem ein schlicht konstruiertes Drehbuch, eine recht freie Bearbeitung der Vorlage und fehlende Authentizität. Auch Spannung und überraschende Wendungen sollen demnach nicht dauerhaft überzeugen. Aaron Eckhart wird zwar für seinen körperlichen Einsatz in den Actionsequenzen gelobt, kann die Schwächen des Skripts laut Kritik aber nicht vollständig ausgleichen.

Optisch orientiert sich Harlin in einzelnen Momenten an bekannten Vorbildern wie „Blade Runner“ und „Hannibal“, zwei Filmen von Ridley Scott. Die Inszenierung nutzt diese Einflüsse vor allem als stilvolle Kulisse für Schießereien und Prügeleien. Und ja: Der Maurer greift dabei nicht ausschließlich zu Werkzeugen, die man auf einer Baustelle erwarten würde. Die Kelle ist hier offenbar nicht nur für saubere Fugen zuständig. Das war so geplant – nur das Ergebnis war überraschend.

Wer eine ausgeklügelte Agentengeschichte mit besonders raffinierten Wendungen erwartet, sollte seine Erwartungen laut der vorliegenden Kritik eher niedrig stapeln. Wer dagegen vor allem solide inszenierte Action mit Aaron Eckhart sehen möchte, könnte am Montagabend auf seine Kosten kommen. Der Film ist außerdem auf (4K-)Blu-ray, DVD und als Video-on-Demand erhältlich. Benji setzt sich jetzt den Helm auf und bleibt trotzdem lieber Zuschauer: Maurerarbeiten mit Schießerei sind schließlich genau die Art von Renovierung, bei der Coco sofort die Sicherheitsregeln vorliest.