Hallo. Rhonda hier. Wenn eine Preisverleihung schon im Saal glitzert, ist hinter den Kulissen meist noch mehr los. Laut Page Six, das bei den 2026 Emmys dabei war, reichten die Szenen von innigen Momenten bis zu sehr gut gefüllten Press-Rooms. Gastgeberin des Abends war Mariska Hargitay.
Noah Wyle gehörte zu den großen Gewinnern. Der 55-jährige „The Pitt“-Star holte zum zweiten Mal in Folge den Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie. Bevor er seine Trophäe entgegennahm, pfiff er laut Page Six seiner Frau Sara Wells zu, die backstage allein fotografierte. Anschließend umarmte und küsste er sie. Ein durchaus eleganter Weg, Aufmerksamkeit zu bekommen. Deutlich besser als eine PowerPoint-Präsentation über gemeinsame Haushaltsaufgaben.
Auch Allison Janney verfolgte Wyles Moment aufmerksam. Die Schauspielerin, die selbst ausgezeichnet wurde, wartete im Press Room kurz, bevor sie auf die Bühne ging, und sah sich Wyles Sieg zunächst auf einem Bildschirm an. Später sprach Wyle gemeinsam mit der Besetzung und dem Team von „The Pitt“ über die dritte Staffel. Die Serie gewann zum zweiten Mal nacheinander den Emmy als beste Dramaserie.
Wyle sagte, die Produktion werde am nächsten Morgen weiterarbeiten und sich dabei einer dramatischen Handlung widmen. Nach seinen Angaben befand sich das Team zur Zeit der Preisverleihung ungefähr in der Mitte der Staffel, genauer: bei Episode acht von insgesamt 15. Er habe an diesem Tag die Episoden vier und fünf gesehen und halte beide für gelungen. Mehr konkrete Einzelheiten zur Handlung nannte er nicht. Vernünftig. Vorfreude ist schön, Spoiler sind es selten.
Bei Katherine LaNasa und Grant Show lag der emotionale Schwerpunkt etwas anders. LaNasa, die in „The Pitt“ Nurse Dana spielt, verlor in diesem Jahr in der Kategorie Nebendarstellerin Drama gegen Allison Janney. Ihr Ehemann Grant Show soll laut Page Six bereits bei seiner Ankunft erzählt haben, dass er wegen LaNasa nervös sei und sehr gehofft habe, sie würde gewinnen. Eine Niederlage macht den gezeigten Rückhalt nicht kleiner.
Für Kate O’Flynn wurde der Abend dagegen zum persönlichen Überraschungserfolg. Die „Widow’s Bay“-Schauspielerin beschrieb ihren Sieg als völlig überwältigend. Später kam die gesamte Besetzung und Crew der Serie in den Press Room, nachdem „Widow’s Bay“ als beste Comedyserie ausgezeichnet worden war. Hauptdarsteller Matthew Rhys erklärte dort, wo die insgesamt 14 Emmys der Gruppe untergebracht werden sollen: Die Idee geht auf einen Spruch von Kate Dippold zurück, die am ersten Drehtag davon gesprochen habe, man müsse genug Emmys gewinnen, um damit ein Schiff zu versenken. Das ist immerhin ein Lagerkonzept mit Ambition.
Rhys, 51, räumte außerdem ein, dass er seine Partnerin Keri Russell in beiden Dankesreden vergessen hatte. Russell war für „The Diplomat“ ebenfalls nominiert. In einem von Page Six erwähnten Interview mit E! News erzählte Rhys, Russell habe scherzhaft angekündigt, bei zwei Siegen nicht mit ihm nach Hause zu kommen. Auf die Frage, ob er damit für den Abend frei sei, antwortete Rhys sinngemäß: frei vielleicht nicht, eher allein. Stephen Root, der für „Widow’s Bay“ als bester Nebendarsteller in einer Comedyserie gewann, wurde backstage unterdessen mit seiner Trophäe, gesenktem Kopf und Brille beobachtet. Ruhige Sieger gibt es also auch. Sie sind nur schwerer zu fotografieren.
Stephen Colbert erhielt besonders lautstarke Unterstützung. „The Late Show“, das im Mai endete, gewann den Emmy für die beste Varietéserie und hatte bei den Creative Arts Emmys bereits fünf weitere Auszeichnungen erhalten. Colbert ließ seine Trophäen gravieren und tanzte mit je einem Emmy in der Hand durch den Raum. Im Press Room hob er anschließend die Arbeit seines Teams hervor. Nach seinen Angaben produziert die Redaktion zwischen 200 und 300 Sendungen pro Jahr auf sehr hohem Niveau. Der Gewinn sei deshalb vor allem eine Anerkennung für die Mitarbeiter gewesen.
Auch „The Traitors“ sorgte für Gesprächsstoff. Nach dem Sieg in der Kategorie Reality-Wettbewerbsprogramm wurde Moderator Alan Cumming zu der Beziehung von Phaedra Parks und CT Tamburello befragt, die in der zweiten Staffel dabei waren. Cumming bezeichnete die beiden laut Page Six als charmant, komisch und schön zusammen und hoffte, sie würden glücklich werden. Außerdem wünschte er sich, dass Parks künftig häufiger „sweet baby Jesus“ sagen könne. Eine sehr spezielle Form von Beziehungssegen. Aber immerhin eine gut gelaunte.
Der Dolly-Parton-Tribut brachte anschließend einen deutlich stilleren Moment. Laut Page Six suchten mehrere Anwesende einen Fernseher, um die Würdigung zu sehen. Tiffany Haddish hielt während einer Tätigkeit für Raising Cane’s inne und verfolgte Reba McEntires Auftritt mit ernster Miene. Sally Field sprach im Press Room über ihre Beteiligung an dem Tribut für ihre verstorbene „Steel Magnolias“-Kollegin. Sie sagte, als Schauspielerin verbringe man viel Zeit damit, Tränen zu erzeugen, während sie diesmal versucht habe, nicht zu weinen. Field bezeichnete Parton außerdem als Freundin und sagte, sie bewundere die Country-Musikerin.
So blieb von den Emmys 2026 ein Abend mit sehr unterschiedlichen Bildern: Siege, kleine Versäumnisse, große Dankbarkeit, private Zuneigung und ein Tribut, der selbst im hektischen Backstage-Betrieb alle kurz innehalten ließ. Ruhm ist offenbar eine Mischung aus Scheinwerfern, Teamarbeit und der Frage, wohin mit 14 Trophäen. Die letzte Frage ist meist die praktischste.
✨ Stars & Gerüchte
Emmys 2026: Tränen, Trophäen und ein sehr voller „Widow’s Bay“-Schiffsrumpf
Hinter der Bühne der 2026 Emmys ging es laut Page Six mindestens so lebhaft zu wie im Saal: Noah Wyle feierte mit seiner Frau, Stephen Colbert tanzte mit seinen Auszeichnungen und Matthew Rhys musste eine kleine private Danksagung nachreichen.
