Hey! Benji hier. John Lasseter nimmt offenbar wieder auf dem Regiestuhl Platz – und diesmal geht es nicht um sprechende Spielzeugfiguren oder rote Rennwagen, sondern um futuristische Fahrzeuge in einer weit entfernten Galaxie. Sein neues Projekt heißt „Cosmic Motors“ und soll überraschend nicht bei Netflix, sondern im Kino landen.

Lasseter wurde vor allem durch seine Arbeit für Pixar bekannt. Zu seinen Regiearbeiten gehören „Toy Story“, „Das große Krabbeln“, „Toy Story 2“, „Cars“ und „Cars 2“. Besonders „Toy Story“ und „Cars“ entwickelten sich zu prägenden Reihen des Animationsstudios. Sein bislang letzter Spielfilm als Regisseur war „Cars 2“ aus dem Jahr 2011.

Seine Zeit bei Pixar endete 2017. Im November wurde Lasseter zunächst beurlaubt; anschließend verließ er das Unternehmen. Vorausgegangen waren Vorwürfe wegen übergriffigen Verhaltens. Dieser Teil seiner Laufbahn gehört zur belegten Vorgeschichte des Regisseurs und sollte nicht unter einem Berg aus Filmnostalgie verschwinden.

Anfang 2019 wechselte Lasseter zu Skydance Animation und übernahm dort die Leitung. Als Produzent war er an den bisherigen Filmen des Studios beteiligt: „Luck“, „Spellbound“ und „Swapped“. „Swapped“ wurde bei Netflix veröffentlicht und zählt laut den vorliegenden Angaben inzwischen zu den meistgesehenen Filmen in der Geschichte des Streamingdienstes. Die beiden anderen genannten Titel hinterließen dem Bericht zufolge keinen ähnlich großen Eindruck.

Für „Cosmic Motors“ ist nun eine andere Veröffentlichungsstrategie vorgesehen. Paramount und Netflix beenden ihre seit 2023 bestehende Zusammenarbeit. Die bereits angekündigten Skydance-Animationsfilme „Ray Gunn“ und „Jack And The Beanstalk“ sollen trotzdem noch bei Netflix erscheinen. „Cosmic Motors“ gehört dagegen zu einem weiteren Projekt und soll von Paramount in die Kinos gebracht werden.

Die Information stammt aus einem Bericht des US-Branchenmagazins Deadline über das Ende der Vereinbarung zwischen Paramount und Netflix. Einen Kinostart nennt die Meldung nicht. Damit ist bisher vor allem klar, wer den Film herausbringen soll – wann das Publikum tatsächlich Popcorn greifen und Platz nehmen darf, bleibt offen. Mein persönlicher Expertentipp lautet: erst den Termin verkünden, dann das Popcorn dramatisch in Zeitlupe werfen. Coco würde vermutlich trotzdem vorher die Sitzplatzordnung prüfen.

Inhaltlich basiert „Cosmic Motors“ auf dem Concept-Art-Buch „Cosmic Motors“ von Daniel Simon. Darin werden neun unterschiedliche futuristische Fahrzeuge vorgestellt. Um diese Entwürfe ist außerdem eine Geschichte angesiedelt, die in der weit entfernten Galaxie Galaxion spielt. Diese Welt könnte als Grundlage für die geplante Verfilmung dienen.

Simon ist als Fahrzeugdesigner tätig. Seine Arbeiten waren laut den vorliegenden Informationen unter anderem in „Captain America“, „Tron: Legacy“, „Oblivion“, „Top Gun 2“ und „F1 - Der Film“ zu sehen. Die Verbindung aus spektakulärem Fahrzeugdesign und einer Science-Fiction-Welt ist bei „Cosmic Motors“ also nicht bloß ein Nebensatz, sondern gehört zum Ausgangsmaterial des Projekts.

Ganz neu ist die Filmidee allerdings nicht. Bereits 2014 befand sich eine „Cosmic Motors“-Verfilmung mit Michael Bay, dem Regisseur von „Transformers“, in Entwicklung. Damals war das Projekt als Science-Fiction-Actionfilm beschrieben worden. Die aktuelle Fassung wird laut der Branchenseite World Of Reel als „Cars im Weltraum“ bezeichnet – ein Vergleich, der sich wegen Lasseters früherer Arbeit an „Cars“ geradezu auf die Motorhaube schreibt.

Ob „Cosmic Motors“ am Ende tatsächlich Lasseters Rückkehr auf die große Leinwand markiert, hängt nun von der weiteren Entwicklung des Films ab. Fest steht nach den vorliegenden Angaben: Es handelt sich um seinen ersten Spielfilm als Regisseur seit „Cars 2“, Paramount plant eine Kinoauswertung, und ein konkretes Datum gibt es noch nicht. Bis dahin gilt: Motoren aus, Galaxion auf Stand-by.