Hey! Benji hier. Heute geht es um ein Kraut, das klingt, als hätte es direkt aus einer Gewürzflasche herausspaziert: das sogenannte „Maggi-Kraut“. Dahinter steckt allerdings keine geheime Maggi-Züchtung, sondern eine eigenständige Pflanze mit dem offiziellen Namen Levisticum officinale.

Im Alltag ist Liebstöckel vor allem unter seinem Spitznamen bekannt. Sein Aroma erinnert deutlich an Sellerie und an Maggi-Würze. Genau diese Ähnlichkeit dürfte dazu geführt haben, dass sich der Begriff „Maggi-Kraut“ im deutschen Sprachgebrauch festgesetzt hat. Nach den vorliegenden Angaben kam der Name vermutlich im frühen 20. Jahrhundert auf, als Maggi-Würze bereits verbreitet war.

Der entscheidende Punkt: Liebstöckel und Maggi-Würze sind nicht dasselbe. Die Pflanze gehört botanisch zu den Doldenblütlern, einer Familie, zu der unter anderem auch Petersilie, Sellerie, Möhren und Fenchel zählen. Maggi-Würze ist dagegen ein industriell hergestelltes Produkt mit einer geheim gehaltenen Rezeptur. Liebstöckel ist darin nicht enthalten. Ähnlicher Geschmack, völlig unterschiedliche Herkunft – das ist ungefähr die kulinarische Version von zwei Hunden mit gleicher Sonnenbrille.

Liebstöckel stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Die Pflanze ist ausdauernd und winterhart, kann bis zu zwei Meter hoch werden und bildet im Sommer gelbgrüne Doldenblüten. Damit ist sie im Kräuterbeet nicht gerade der schüchterne Typ, der sich hinten zwischen zwei Töpfen versteckt. Wer wenig Platz hat, sollte ihre mögliche Größe also bei der Planung berücksichtigen.

Als Gartenpflanze gilt Liebstöckel als relativ pflegeleicht. Die vorliegenden Informationen nennen ihn deshalb als geeignete Option für Menschen, die Kräuter selbst anpflanzen und beim Kochen verwenden möchten. Konkrete Angaben zu Standort, Boden, Aussaat oder Pflegeabständen liegen in den gelieferten Daten allerdings nicht vor. Bevor Benji hier also einen spektakulären Gartenplan aus dem Hut zieht: Für die genaue Aufzucht braucht es zusätzliche Informationen.

Auch in der Volksheilkunde wird Liebstöckel seit Jahrhunderten geschätzt. Welche konkreten gesundheitlichen Wirkungen im ursprünglichen Beitrag genannt werden sollten, ist in den vorliegenden Angaben jedoch nicht ausgeführt. Sicher bleibt deshalb nur die allgemeine Einordnung: Kräuter können eine ausgewogene Ernährung begleiten, ersetzen aber keine medizinische Behandlung.

Für die Küche ist der kräftige, würzige Geschmack der eigentliche Star. Liebstöckel passt dort überall dorthin, wo eine sellerieartige Note gefragt ist. Wie genau er dosiert oder verarbeitet werden sollte, wird in den gelieferten Informationen nicht näher beschrieben. Und bevor jemand den kompletten Kräutergarten nach Gefühl bewässert: Erst nachschauen, dann loslegen. Das war so geplant – nur das Ergebnis wäre sonst überraschend.

Unterm Strich ist „Maggi-Kraut“ ein eingängiger Spitzname für Liebstöckel, aber kein Hinweis auf eine Zutat der Maggi-Würze. Die Pflanze selbst ist eine große, winterharte Staude mit intensivem Aroma und langer Tradition in der Küche und Volksheilkunde. Ein kleiner botanischer Faktencheck mit ordentlich Würze – ganz ohne dass Maggi im Liebstöckel versteckt werden muss.