Hallo. Rhonda hier. Bei Serienentscheidungen gilt bekanntlich: Erst die Zahlen, dann das Drama. Laut einem Bericht von Page Six soll Netflix „Ransom Canyon“ nach zwei Staffeln abgesetzt haben. Die Meldung geht auf Deadline zurück, das als Grund niedrige Einschaltquoten nennt. Eine offizielle Bestätigung von Netflix liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Für die zweite Staffel werden laut Deadline 4,1 Millionen Zuschauer in der ersten Woche angegeben. Zum Start der ersten Staffel waren es demnach 7,2 Millionen. Das entspricht einem Rückgang um 43 Prozent. Außerdem umfasste die zweite Staffel acht Episoden und damit zwei weniger als die erste.

Die Entscheidung – sofern sie sich bestätigt – kommt weniger als zwei Monate nach dem Start der zweiten Staffel. Diese erschien am 23. Juli; die erste Staffel war im April 2025 veröffentlicht worden. Page Six teilte mit, dass Anfragen um Stellungnahmen an die Vertreter von Netflix, Josh Duhamel und Minka Kelly gerichtet wurden.

„Ransom Canyon“ wurde von April Blair entwickelt und basiert auf einer Reihe von Liebesromanen der Autorin Jodi Thomas. Die Handlung spielt in Texas und konzentriert sich auf drei Rancher-Familiendynastien, deren Interessen bei Land, Vermächtnissen und Beziehungen aufeinanderprallen. Also: Familienkonflikte, große Gefühle und genügend Ranchgelände für sehr viele bedeutungsvolle Blicke in die Ferne.

Duhamel spielte den Ranchbesitzer Staten Kirkland, Kelly seine Liebespartnerin Quinn O’Grady. Quinn ist Konzertpianistin und Lavendelanbauerin – eine Kombination, die bereits deutlich eleganter klingt als die meisten Lebensläufe, die man im Büro zu Gesicht bekommt. Zum Ensemble gehörten außerdem Lizzy Greene, Garrett Wareing, Marianly Tejada, Jack Schumacher, Andrew Liner, Philip Winchester, Brett Cullen, Kate Burton und Heidi Grace Engerman.

James Brolin war in der ersten Staffel als Cap Fuller zu sehen. Seine Figur starb im Staffelfinale an einem Herzinfarkt. Diese Information gehört zur Handlung der Serie und ist kein Hinweis auf eine reale Nachricht über Brolin. Kleine Klarstellung, bevor das Internet wieder schneller rennt als ein schlecht erzogener Terrier.

Die zweite Staffel endete mit einer wichtigen Entscheidung für Staten und Quinn: Quinn lehnte den Heiratsantrag ihres britischen Freundes ab, um mit Staten zusammen zu sein. April Blair bezeichnete das Ende gegenüber Entertainment Weekly als Beginn einer neuen Phase. Nach ihrer Einschätzung hätten die beiden zwar lange gebraucht, um zueinanderzufinden, müssten nun aber erst herausfinden, wie eine gemeinsame Beziehung im Alltag funktioniert. Auch für die geheimnisvolle Sidney, gespielt von Engerman, stellte Blair eine mögliche größere Bedeutung in einer dritten Staffel in Aussicht.

Duhamel und Kelly hatten sich ebenfalls zu ihren Vorstellungen für eine mögliche Fortsetzung geäußert. Kelly sagte im Juli gegenüber Decider, sie wolle sehen, wie Staten und Quinn ein gemeinsames Zuhause und ein gemeinsames Leben aufbauen. Duhamel erklärte, ihn würde besonders interessieren, wie das Paar mit dem täglichen Zusammenleben umgeht. Außerdem brachte er die Idee eines Babys für die Figuren ins Spiel.

Genau diese geplanten Entwicklungen stehen nun offenbar vor dem Aus. Wichtig bleibt die Formulierung: „Ransom Canyon“ soll beendet worden sein; bestätigt ist das durch die hier vorliegenden Angaben nicht. Bis Netflix oder die beteiligten Vertreter eine eigene Erklärung abgeben, bleibt die Nachricht eine von Deadline berichtete und von Page Six aufgegriffene Absetzungs-Meldung. Aha. Auch Serienfinale brauchen manchmal erst ihre offizielle Unterschrift.